Fallstudie Online-Marktplatz für Gesundheit: Von Null auf #2 bei Google innerhalb von 4 Monaten
Wichtige Punkte
Kundenbranche
Gesundheits-Plattform
Status der Webseite
Bestehende Website / Etablierte Positionierung
Wettbewerbsfähigkeit in der Marktnische
Wettbewerbsmedium
Stellen Sie sich vor, Sie betreiben einen Online-Marktplatz, der Patienten mit medizinischen Fachkräften zusammenbringt. Der Nutzer kann die medizinische Nische und den Ort auswählen und bekommt im Anschluss eine Reihe von möglichen Fachleuten angezeigt.
Sie wollen Ihren Marktplatz vergrößern, aber Sie wollen nicht ewig 1 bis 2 Dollar pro Klick an Google AdWords zahlen, um Kunden zu erhalten? Denn das ist nicht nachhaltig.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten für „Medizinische Nische + Stadt“ ganz oben ranken und den Traffic erhalten, ohne die oft sehr kniffligen, medizinischen Werberegeln von Google zu durchlaufen.
Genau das geschah im Dezember 2018. Damals trat ein Schweizer Unternehmen an uns heran, um für ein bestimmtes Keyword zu ranken, das für seine Einnahmen sehr wichtig war.
Innerhalb von 3 bis 4 Monaten nach der Zusammenarbeit mit uns, stieg das Unternehmen von Platz 40 in Google auf Platz 2.
Sie waren davon ziemlich begeistert.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie wir das Projekt angegangen sind und die Ergebnisse erzielt haben, sollten Sie weiterlesen.
Projekt Hintergrund
- Wir haben mit dem Projekt im Dezember 2018 begonnen
- Das Ziel des Kunden war es, mehr Besucher auf seine „Shop-Seiten“ zu locken.
- Ihre Website gab es schon seit einiger Zeit und sie hatte sich zu einer festen Adresse entwickelt. Durch gute PR-Arbeit erhielten sie viele relevante Backlinks von Schweizer Zeitungen und Branchen-Websites. Mit anderen Worten: Ihr Auto hatte viele Pferdestärken, aber sie nutzten diese Kraft nicht optimal.
- Ihre frühere Agentur hatte einige SEO-Arbeiten durchgeführt. Auf die Frage, ob sie nicht nur ihre Blog-Seiten ranken könnten (sie erhielten ordentlichen Traffic für zufällige Gesundheits-Keywords), sondern auch die „kommerziellen Seiten“, d. h. „medizinische Nische + Stadt“, erhielten sie von ihrer Agentur die Antwort, dass dies technisch unmöglich sei.
- Der Kunde hatte einen Programmierer, den wir anweisen und einsetzen konnten. Für die Texte haben wir unseren internen Content-Produzenten eingesetzt.
Im Dezember 2018 erhielten sie 0 organischen Traffic für das Keyword.
Was wir getan haben / Unsere Seo-Strategie
Bei jedem SEO-Projekt ist es von großer Bedeutung, die Analyse richtig zu machen. Unser SEO-Prozess ist folgendermaßen strukturiert:
- Keyword-Recherche und Analyse der Konkurrenz
- Technisches SEO
- Erstellung von Content-Briefings & die Erstellung des Contents
- Aufbau von Links
Diese Prozesse sind alle wichtig, um SEO-Ergebnisse zu erzielen. Wird einer übersprungen, besteht die Gefahr, dass das Projekt scheitert.
Die einzelnen Prozesse im Detail:
1. Keyword Recherche & Analyse der Konkurrenz
Da das zu rankende Keyword von Anfang an klar definiert war, bestand zu diesem Zeitpunkt keine Notwendigkeit, weitere Keywords zu bestimmen. Das betreffende Keyword (Psychotherapie + Schweizer Großstadt) hatte rund 1.600 Suchanfragen pro Monat in Google.
Wir analysierten die Top-Ranking-Ergebnisse für diese Suchanfrage (die Websites der Konkurrenten) und erarbeiteten die besten Praktiken für die Seite unseres Kunden. Diese würden wir umsetzen, um sie besser zu platzieren.
2. Technisches SEO
Eine Website kann einen großartigen Inhalt haben, aber wenn sie zum Beispiel auf einem Mobiltelefon zu lange zum Laden braucht, dann ist das ein schlechtes Nutzererlebnis. Google belohnt gute Leistungen und ist gerne bereit, Ihrer Website weniger organischen Verkehr zukommen zu lassen, wenn sie nicht den Standards entspricht.
Hier sind die häufigsten Probleme:
- Langsame Ladezeit
- Website ist nicht für Mobiltelefone optimiert
- Spam-Links, die auf Ihre Website verweisen
- Kannibalisierung (2 Seiten konkurrieren um ein Schlüsselwort und verlieren letztendlich beide)
- Seiten mit geringem Inhalt, die keinen Mehrwert für den Nutzer bieten
- Überoptimierte Seiten und Blog-Posts (d. h. zu häufige Erwähnung des Zielkeywords und Unlesbarkeit des Textes)
- Probleme mit der internen Verlinkung / Defekte Links
- Falsche mehrsprachige Optimierung (falls Sie Inhalte in verschiedenen Sprachen anbieten)
Da unser Projektumfang recht fokussiert war, haben wir uns die wichtigsten 80/20 technischen SEO-Indikatoren angeschaut und sichergestellt, dass alles in Ordnung ist, sodass den Anforderungen des Kunden nichts im Wege stand. Unter anderem haben wir eng mit den Programmierern des Kunden zusammengearbeitet, damit Website schneller lädt.
3. Inhaltserstellung/On-Page-Optimierung der Seite
Normalerweise braucht man Backlinks und Inhalte, um eine Website gut zu platzieren. Die betreffende Landingpage hatte beides nicht. Die Seite, die für „Psychotherapie+Stadt“ ranken sollte, enthielt nur Therapeuten-Profile.
Dies ist vergleichbar mit einer Kategorie-Landingpage eines E-Commerce-Shops, die am Ende keinen Inhalt hat. Das beste Beispiel ist wohl die Schuhseite von Zalando.de: https://en.zalando.de/shoes/.
Zuerst, der „Above the Fold“ Bereich mit Schuhen:

Und ganz unten gibt es – seien wir ehrlich – etwas BS-Text zum interessanten Thema „Schuhe“:

Sogar Google rät dazu, einen Text am Ende einer kommerziellen Seite einzufügen. Damit die Suchmaschine versteht, worum es auf der Seite geht, und diese ernsthaft bewerten kann.
Wir haben das Gleiche für unseren Kunden getan. Nur die technische Umsetzung war nicht so einfach und hat eine Weile gedauert. Letztendlich haben wir uns für ein schwebendes Element entschieden. Dies hatte die Ausmaße eines Therapeutenprofils, enthielt aber FAQ, die für das Thema Psychotherapie relevant waren.
Eine der Überschriften lautete z. B.: „Was ist Psychotherapie? Und wie funktioniert sie?“
Außerdem haben wir den Alt-Tag eines Bilds so optimiert, dass er mit dem Zielkeyword übereinstimmt.
Content Siloing/Unterstützende Seiten
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Zahnarzt-Website, die nur eine Homepage und einige Seiten mit Serviceleistungen hat. Dann gibt es da noch einen anderen Zahnarzt, der ebenfalls eine Startseite und einige Unterseiten für seine Dienstleistung besitzt – und obendrein noch 30 Artikel, die für das Thema Zahnmedizin hochrelevant sind und welche (potenziellen) Patienten einen großen Mehrwert bieten.
Welche Website wird Ihrer Meinung nach von Google angezeigt?
Sie haben richtig geraten, die letzte Seite.
Es reicht nicht aus, für „Psychotherapeut + Stadt“ zu ranken. Man muss auch sogenannte unterstützende Seiten aufbauen, die strategisch und optimiert auf die Zielseite verlinken, für die man ranken möchte. Wir recherchierten deshalb relevante thematische Keywords und schrieben zehn Artikel, die wir in dem Blog unseres Kunden veröffentlichten.
Zum Beispiel:
- Was ist Psychotherapie?
- Was kostet eine psychotherapeutische Sitzung?
- 10 Dinge, die Sie wissen sollten, bevor Sie einen Psychiater aufsuchen
- Und so weiter …
Von jeder dieser Seiten haben wir mit einem strategischen Ankertext auf die Hauptseite (Psychotherapie + Stadt) verlinkt. Nehmen wir an, Sie schreiben fünf Artikel und wollen für „Psychotherapie New York“ ranken. Dann würden wir die folgenden Ankertexte verwenden, um auf unseren „Hauptartikel“ zu verlinken:
- Psychotherapie in New York
- Die Suche nach einem guten Psychotherapeuten in NYC
- Bester Psychotherapeut der Stadt
- Markenname + Psychotherapie New York
- Erfahre hier mehr
Wenn Sie immer mit dem so genannten exakten Suchbegriff „Psychotherapie New York“ verlinken, würde Google eine Überoptimierung wittern. Anstatt die Seite besser zu ranken, würde die Suchmaschine Sie vielleicht sogar abstrafen und Ihnen weniger Traffic schicken. Noch wichtiger ist dies beim Aufbau externer Links – hier ist Google weit weniger tolerant als bei internen Links.
4. Link Aufbau
Da die Website bereits seit einigen Jahren existierte und natürlich bereits viele starke und seriöse Backlinks erhalten hatte, bestand keine Notwendigkeit, die Domain zu „stärken“. Wir konnten uns ganz auf die Seiten konzentrieren, die wir ranken wollten.
Wir senden zunächst eine Reihe von “ Social Signals “ (Pinterest, Quora, Facebook-Erwähnungen) an die betreffenden Seiten. Dies – so die Theorie – zeigt Google, dass ein gewisser sozialer Buzz und Austausch stattfindet. Und das wiederum legitimiert das Erscheinen von neuen Backlinks.
Dann setzten wir händisch einige No-Follow-Links aus Foren und Blog-Kommentaren heraus, um das Linkprofil natürlicher aussehen zu lassen. Im Anschluss gaben wir einige hochwertige Gastbeiträge von Websites in Auftrag, die thematisch mit dem Thema Gesundheit/Therapie zu tun hatten. Diese Links haben wir wiederum mit sogenannten „Tier-2-Links“ aufgepeppt. Das heißt, wir verlinken zu den Gastbeiträgen, die wir gerade erstellt hatten.
Wir mussten auch die so genannte Verlinkungsgeschwindigkeit berücksichtigen. Das bedeutet, dass wir den Linkaufbau über die Zeit verteilt haben, so dass nicht jeder Link gleichzeitig auf der Seite ankam. Denn das wäre aus statistischer Sicht so wahrscheinlich, als würde sich Donald Trump bis morgen früh in einen friedlichen Mönch verwandeln.
Zusätzlich bauen wir auch Links zu den unterstützenden Seiten auf. Da jede dieser Seiten zu unserem Hauptartikel zurückverlinkt, kann der sogenannte „Link-Saft“ fließen und unsere Zielseite durch die Hintertür antreiben. Dies ist eine Technik, die wir gerne bei unseren E-Commerce-Kunden einsetzen.
Denn es sieht viel natürlicher aus, wenn Blogposts wie „Beste Handys für ältere Menschen“ Backlinks erhalten, als beispielsweise eine einzelne Produktseite über „Nokia 3377 Senioren-Handys“.
Werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse.
Ergebnisse
Ungefähr einen Monat nach der Veröffentlichung des zusätzlichen Textes auf der Landing Page, konnten wir erste starke Bewegungen nach vorne in Google erkennen. Da die Backlinks Zeit brauchen, um sich zu entwickeln, gibt es immer eine Verzögerung. Die tatsächlichen Ergebnisse traten also etwa im dritten Monat nach Beginn unserer Arbeit an dem Projekt ein. Plötzlich sprang die Seite auf Platz 2 in Google Schweiz:

Der Traffic, den allein diese Seite verzeichnete, stieg von praktisch 0 Suchanfragen pro Monat auf rund 120.
Der Kunde war mit diesen Ergebnissen zufrieden.